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Finanzprognosen 2018. Was tun wenn du keine Kristallkugel zur Hand hast

Lesedauer 2 Minuten

Alle Jahre wieder sind wir gespannt darauf, was am Finanzmarkt kommen mag. Die Fachzeitschriften und Expertenportale sind voll der Trends und Prognosen. Schön wärs, wenn der Blick in die Zukunft so einfach wäre. Die Vergangenheit zeigt nämlich, dass Prognosen ziemlich sicher falsch liegen. Was also tun, wenn man eigentlich nichts weiss?

Den Vorsatz, im kommenden Jahr mehr für die eigenen Finanzen zu tun, fassen sich noch viele. Das ist grundsätzlich auch immer eine gute Idee. Schnell kommt dann die Frage nach schlauen Anlagemöglichkeiten und so ist es nicht verwunderlich, dass du ohne lange zu suchen eine Vielzahl an Meinungen, Expertenratschlägen und Zukunftsvisionen findest. Die Erwartungen sind gross und die Idee, sich einen Vorteil raus zu schlagen, natürlich verlockend. Doch ähnlich wie mit den Neujahrsvorsätzen kommt es auch am Finanzmarkt meist anders als man sich gedacht hat.

Viele Prognosen entpuppen sich im Nachhinein als nicht zutreffend. Einige landen vielleicht mal einen Glückstreffer. Allerdings stellt sich die Frage, wie sinnvoll sind Prognosen für ein Jahr? Kann man daraus brauchbare Handlungsempfehlungen ableiten? Fakt bleibt: Nix Genaues weiss man nicht.

 

Ein Rückblick

2017 kam es besser als gedacht. War die Stimmung am Finanzmarkt Ende 2016 noch eher kritisch und die Prognosen recht verhalten, so hat das letzte Jahr viele Erwartungen übertroffen. Auch wir haben auf facebook gefragt, wie das Jahr finanziell gelaufen ist und siehe da, für die Mehrheit von 62% war es besser als erwartet. Das heisst nun noch nichts für 2018 und stellt auch keinen Trend dar. Es zeigt eigentlich nur, dass die Prognosen einmal mehr (erfreulicherweise) nicht wahr geworden sind.

 

Also, was tun im bevorstehenden 2018

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Tenor der Prognosen und Meinungen aktuell optimistischer. Nun haben wir aber ja gesagt, dass das noch nichts heissen muss. Denn vielleicht ist die aktuelle Zuversicht auch nur die Antwort auf ein besser-als-gedachtes 2017. Ich weiss, dass ich nichts weiss, oder doch zumindest, dass ich nicht alles so ganz genau weiss, gilt weiterhin.

Zuerst stellt sich die Frage: Wieso willst du (kurzfristig) etwas an deinen Anlagen ändern? Statt auf Prognosen für ein einzelnes Kalenderjahr zu setzen, solltest du als erfolgreicher Anleger ohnehin langfristig denken und nicht auf kurzfristige Entwicklungen “zocken”.

Beobachte, welche Entwicklungen mit einiger Wahrscheinlichkeit passieren könnten: Gemeint sind Makroentwicklungen wie Zinsentwicklung und Wirtschaftsentwicklung. Prüfe, ob deine persönliche, langfristig ausgerichtete Vermögensaufteilung zu diesen möglichen Entwicklungen passt. Wenn ja: dran festhalten, wenn nein: Anpassungen vornehmen.

 

Keine Panik, keine Angst etwas zu verpassen

Eine langfristige Betrachtung bewahrt uns auch vor kurzfristiger Panikmache und Anlagestress. Wer angesichts pessimistischer Prognosen daran denkt sein Geld ganz aus dem Finanzmarkt zu nehmen und das gute alte Kopfkissen zu füllen handelt vorschnell. Denn es stimmt nur bedingt, dass wer nichts riskiert auch nichts verliert. Zum einen verliert das Geld aufgrund der Inflation seinen Wert. Zum anderen gibts dann auch nichts zu gewinnen.

Wenn die Vergangenheit eines gezeigt hat, dann ist es, dass der Finanzmarkt sich über einen längeren Zeitraum betrachtet stetig nach oben entwickelt und sich auch von einer Krise relativ schnell erholt – relativ, wenn man bereit ist in grösseren Anlagehorizonten als einzelnen Jahren zu denken. Du brauchst also Geduld. Das heisst nun nicht automatisch, dass es auch in Zukunft so ist. Glaubt man jedoch an den Markt, die Unternehmen, die Politik und letztlich an die Menschen so “wird es schon irgendwie weiter gehen”.

Wer angesichts optimistischer Prognosen kurzfristig auf hohe Gewinne spekuliert sei ebenfalls gewarnt. Den Markt gilt es erst mal zu schlagen – und das schafft auch die Mehrheit der Profis nicht und setzt darum doch lieber auf bewährte, langfrisitig ausgerichtete Anlagestrategien.

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