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Impact Investing oder nachhaltig investieren mit ESG?

Impact Investing oder nachhaltig investieren mit ESG
Lesedauer 5 Minuten

Du möchtest dein Geld nachhaltig anlegen, aber bist dir unsicher, ob nachhaltig investieren mit ESG-Kriterien oder Impact Investing richtig für dich ist? Entdecke die wichtigen Unterschiede zwischen den beiden Möglichkeiten ESG-investieren und Impact Investing, und entscheide dann, was besser zu dir passt.

Die Welt der Finanzanlagen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Immer mehr Anleger interessieren sich für nachhaltiges Investieren. Sie möchten ihr Geld in Unternehmen investieren, die nicht nur finanzielle Renditen erzielen, sondern auch positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. In diesem Zusammenhang werden immer wieder zwei Ansätze genannt: nachhaltig investieren mit ESG und Impact Investing. Doch was bedeuten diese Begriffe eigentlich und worin liegen die Unterschiede?

Nachhaltig investieren nach ESG-Kriterien

Anfang 2005 lud der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, eine Gruppe grosser institutioneller Investoren ein. Sein Ziel: sie sollten sich an einem Prozess zur Entwicklung der Grundsätze für verantwortungsvolle Investitionen (Process for Responsible Investing) beteiligen. Tatsächlich hat ein Schweizer, Ivo Knoepfel, den Begriff ESG im Jahr 2004 erfunden 😉 Er erstellte im Auftrag der Vereinten Nationen die Studie „Who Cares Wins“ Diese verwendet erstmals das Akronym ESG verwendet. ESG steht für „Environmental, Social and Corporate Governance“.

Bei ESG-Investing werden also Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in den Anlageprozess einbezogen. Das Ziel ist es, Risiken bei Finanzanlagen zu reduzieren und die finanzielle Leistung zu optimieren. ESG-Investments streben eine Rendite auf Marktniveau an und versuchen lediglich, negative Effekte zu vermeiden.

Investieren für eine bessere Welt: Impact Investing

Impact Investing geht noch einen Schritt weiter als ESG-Investing. Hier steht die Absicht im Vordergrund, neben einer finanziellen Rendite auch einen positiven Beitrag zur Lösung von ökologischen oder sozialen Problemen zu leisten. Das bedeutet, dass in Unternehmen, Organisationen, Projekte und Fonds investiert wird, die direkt an der Lösung solcher Probleme arbeiten. Bei Impact Investitionen stehen messbare soziale oder ökologische Ziele an erster Stelle und die Rendite ist zweitrangig. Das Global Impact lnvesting Network (GIIN) hält daher fest, dass Impact Investitionen vier Ansprüchen genügen müssen:

  • Vorsätzlichkeit: Du möchtest durch deine Investition positive soziale oder ökologische Auswirkungen erzielen.
  • Renditeerwartung: Du strebst mit einem Impact Investment grundsätzlich eine positive finanzielle Rendite oder mindestens einen Kapitalrückflus an. Es geht nicht um «Gutmenschentum» oder Philanthropie. Die Renditeerwartung reicht je nach Strategie und Anlage von einer Rendite unterhalb des Marktniveaus bis zu markt- bzw. anlageklassengerechten Renditen.
  • Nachvollziehbarkeit: Du möchtest, dass die Effekte deiner Investition mittels messbarer Kriterien erfasst und transparent dokumentiert werden.
  • Zusätzlichkeit: Du erwartest, dass der erzielte Effekt signifikant ist und überzeugend dargelegt wird.

Achtung vor Greenwashing bei nachhaltigen Finanzprodukten

Greenwashing ist ein Begriff, der verwendet wird, wenn Unternehmen oder Finanzanlagen sich als umweltfreundlicher oder sozial verantwortlicher darstellen, als sie tatsächlich sind.

Häufig besteht das Missverständnis, dass mit der Berücksichtigung von ESG-Kriterien ein Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen geleistet wird. Das stimmt mit den meisten ESG-Anlagen allerdings nicht. Denn es ist ein Unterschied, ob du mit deiner Anlage «nur» mit den Klimazielen verträglich („aligned“) sein möchtest, oder ob du noch einen zusätzlichen Beitrag („Impact“) leisten willst, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Der Bundesrat Ende 2022 hat in seinem Bericht zum Thema Greenwashing im Finanzsektor klargestellt, dass Finanzprodukte, die nur ESG-Risiken reduzieren, ein rein finanzielles Anlageziel verfolgen und nicht als nachhaltig bezeichnet werden sollten. Ein Produkt, das einen Beitrag zur Umsetzung eines Nachhaltigkeitsziels leisten soll, verwendet in der Regel einen Impact Investing-Ansatz und/oder einen glaubwürdigen Active-Ownership-Ansatz.

Deshalb solltest du dir bei deinen nachhaltigen Geldanlagen grundsätzlich die Frage stellen: Welches Ziel verfolge ich mit dem Portfolio oder Anlageprodukt? Will ich mein Geld so investieren, dass eine tatsächliche, positive Klimawirkung angestrebt wird oder möchte ich bloss Nachhaltigkeitsrisiken reduzieren?

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Impact Investing muss nicht unbedingt Rendite kosten

ESG-Investments streben eine Rendite auf Marktniveau an und versuchen lediglich, negative Effekte zu vermeiden. Solche Effekte können zum Beispiel eintreten, wenn Unternehmen negativ von Klimaveränderungen betroffen sind oder soziale Standards nicht einhalten.

Im Gegensatz dazu stehen bei Impact-Investitionen messbare soziale oder ökologische Ziele an erster Stelle und die Rendite ist zweitrangig. Dies kann bedeuten, dass durch Impact-Investitionen gezielt Unternehmen unterstützt werden, die sich für saubere Energie, nachhaltige Landwirtschaft oder öffentliche Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung einsetzen. Impact Investing muss aber nicht zwangsläufig Rendite kosten.

Die aktuelle (und jährlich fortgeschriebene) Studie des Global Impact Investing Networks zeigt, dass die grosse Mehrheit der Impact-Investoren (74 %) risikoangepasste Marktrenditen anstrebt. Dazu gehören 9 von 10 institutionellen Investoren und 8 von 10 Vermögensverwaltern. Die übrigen Investoren geben sich mit Renditen unterhalb der Marktrendite (14 %) oder mit kapitalerhaltenden Renditen (12 %) zufrieden.

Und wie sieht es mit der effektiven Performance aus? Auch das berichten die über 300 Investment-Profis. Die meisten (79 %) berichten, dass ihre Impact-Investments sich finanziell wie erwartet oder sogar besser entwickelten. Auch schätzen 9 von 10 Investoren, dass der beabsichtigte Impact erreicht oder übertroffen wurde.

Die Studie widerlegt also die verbreitete Auffassung, dass Impact Investing zwangsläufig Rendite kostet.

Zusammenfassung Impact Investing oder nachhaltig investieren mit ESG

ESG- und Impact-Investing sind zwei verschiedene Formen für nachhaltiges Investieren, doch sie haben verschiedene Ziele und Auswirkungen. Während nachhaltiges Investieren mit ESG primär darauf abzielt, Risiken für deine Finanzanlagen zu reduzieren, soll mit Impact Investing neben der finanziellen Rendite auch eine ökologische und/oder soziale Wirkung erzielt werden. Es ist wichtig, sich dieser Unterschiede bewusst zu sein und sie mit den eigenen Beweggründen für nachhaltiges Investieren abzugleichen. So vermeidest du Enttäuschungen, wirst dir über eigene Erwartungen an die Nachhaltigkeit im Portfolio klar und kannst diese entsprechend umsetzen.

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Thomas verfügt über mehr als 30 Jahre Expertise als Privatanleger in fast allen Anlageklassen und zwei Vorsorgesystemen. Er gestaltet seit vielen Jahren einfache Kunden- und Serviceerlebnisse, bewegt Menschen und Organisationen und hat ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen von Menschen bei Finanzthemen gewonnen. Thomas bringt mit seinem Background als Doktor in Wirtschaftswissenschaften Themen einfach und pragmatisch auf den Punkt.
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