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Schweizer Vorsorgesystem 2020: Was die Änderungen für deine Rente bedeuten

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Wie viel du später einmal bekommst, hängt von zwei Faktoren ab. Erstens wie’s im Schweizer Vorsorgesystem 2020 so läuft (AHV und berufliche Vorsorge) und zweitens wie viel du so in deiner eigenen Vorsorge in der dritten Säule machst. Wie jedes Jahr gibt es zum 1. Januar 2020 einige Änderungen. Welche Folgen das für deine Finanzen hat? Lies weiter und behalte den Durchblick.

Die AHV-Rente ändert sich 2020 nicht

Alle 2 Jahre prüft der Bundesrat, ob die Renten in der AHV und IV wegen der Inflation angepasst werden müssen. Zuletzt wurden die Renten im Jahr 2018 überprüft. Deshalb gibt es auf den 1. Januar 2020 keine Rentenanpassung. Es bleibt also bei der minimalen Altersrente von 1’185 Franken pro Monat und der maximalen Einzelrente von 2’370 Franken. Ehepaare bekommen wie bisher zusammen maximal eine Rente von 3’555 CHF (1.5 × 2’370 Franken). Weil viele Parameter im Schweizer Vorsorgesystem 2020 von der maximalen Einzelrente abgeleitet werden, passiert auch in der 2. und 3. Säule nicht viel. Denn wie das alles zusammenhängt, siehst du in der Abbildung. Diese stellt abgeleitete Jahreswerte als Vielfache der maximalen einfachen AHV-Rente von 28’440 Franken (12 × 2’370) dar.

Doch in der AHV gibt’s zum 1. Januar 2020 eine Veränderung, die uns alle betrifft. Seit 1. Januar gilt nämlich das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF). Es ist neben der AHV 21 und der BVG-Reform eine der drei Massnahmen, um das Schweizer Vorsorgesystem 2020 zu stabilisieren. Unmittelbar heisst das für dich, dass dir weniger vom Lohn ausbezahlt wird. Und zwar 0.15 %, denn um so viel erhöht sich der AHV-Beitrag. Nehmen wir an, du hast ein Einkommen von 85’000 Franken pro Jahr. Dann führt das STAF zu Mehrkosten von rund 130 Franken für dich.

Der Mindestzins in der zweiten Säule bleibt bei 1 %

Der Mindestzins in der obligatorischen beruflichen Vorsorge (BVG) bleibt 2020 unverändert bei 1 Prozent. Das hat der Bundesrat so entschieden. Das heisst, dass deine Vorsorgeeinrichtung dein Vermögen im Obligatorium der 2. Säule mindestens mit 1 % verzinsen muss. Sie darf da aber auch eine höhere Verzinsung geben. Und im überobligatorischen Bereich ist sie vollkommen frei, wie hoch sie dein Altersvermögen verzinst. Der tiefe Mindestzins bedeutet für dich, dass dein Altersvermögen praktisch nicht wächst. Welche dramatischen Folgen die tiefe Verzinsung auf deine Rente hat, kannst du hier nachlesen

Der Maximalbetrag 2020 in der Säule 3a bleibt bei 6’826 Franken

Von der einfachen AHV-Rente werden noch weitere Leistungen und Beitragssätze im Schweizer Vorsorgesystem 2020 abgeleitet. Dazu gehört der Maximalbetrag, den du steuerfrei in die Säule 3a einzahlen kannst. Da 2020 die einfache AHV-Rente unverändert bleibt, ändert sich auch der Maximalbetrag in der Säule 3a für das Jahr 2020 nicht. Dieser beträgt unverändert:

3a für das Jahr 2020 nicht. Dieser beträgt unverändert:

  • Für Erwerbstätige mit Pensionskasse: 6’826 Franken
  • Für Selbstständige ohne Pensionskasse: 20 % des Nettoerwerbseinkommens, maximal 34’128 Franken

Falls du selbstständig bist und keine Pensionskasse hast, darfst du einen höheren Maximalbetrag nutzen. Dies, damit du deine Vorsorgelücke selbst reduzieren kannst. Mache das Maximum aus diesen Möglichkeiten und vermeide häufige Fehler in der Säule 3a.

Fazit: Vieles bleibt (noch) wie es ist

Auf den ersten Blick bleibt vieles wie schon im Jahr 2019. Auf den zweiten Blick stehen mit dem STAF und den BVG- und AHV21-Reformen jedoch wesentliche Veränderungen des Schweizer Vorsorgesystems 2020 im Raum, die in diesem Jahr vorangetrieben werden. Was das Gesamtpaket aus STAF, AHV21 und BVG-Reform für deine Finanzen bringt, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

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Last update: 29.12.2024 08:42

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Ich bin Finanzcoach und Gründer von Smolio, der unabhängigen Plattform für Vorsorge- und Finanzthemen in der Schweiz. Hier zeige ich dir, wie das Schweizer 3-Säulen-System, die Säule 3a und deine Pensionskasse für dich konkret funktionieren, ohne dass ich dir dabei Finanzprodukte verkaufe.Meine Erfahrung stammt nicht nur aus der Theorie. Als Stiftungsrat und Vizepräsident der Anlagekommission bei comPlan, der Pensionskasse der Swisscom, sitze ich seit Jahren mittendrin in den Entscheidungen, die deine zweite Säule betreffen. Nebenbei doziere ich an der FHGR und an der HSLU/IFZ und habe zwei Bücher geschrieben, «Mehr Geld zum Leben» mit dem FISS-Budgetmodell sowie «Retire Early, The Simple Guide» zur finanziellen Unabhängigkeit.Seit über 30 Jahren bin ich selbst Privatanleger, mittlerweile in fast allen Anlageklassen und über zwei Vorsorgesysteme hinweg. Genau dieses Erfahrungswissen, kombiniert mit meiner Arbeit bei comPlan und meinem Doktortitel in Wirtschaftsinformatik, ist die Basis von allem, was du auf Smolio liest.Dabei ist mir eine klare Rolle wichtig. Ich bin Finanzcoach mit viel Praxiswissen und kein zertifizierter oder regulierter Berater. Du liest meine Meinung und meine fundierten Erfahrungen, triffst aber alle Entscheidungen in eigener Verantwortung.
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