Schweizer Vorsorgesystem verstehen

Sozialversicherungen. Das ändert sich 2018 in der 1., 2. und 3. Säule

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Lesedauer 2 Minuten

 

Dein Einkommen im Ruhestand hängt überwiegend von den Rahmenbedingungen unseres Sozialsystems und von deiner eigenen Vorsorge ab. Was ändert sich 2018? Das Wichtigste vorab: Bei den schweizerischen Sozialversicherungen gibt es 2018 keine wesentlichen Änderungen. Der Maximalbetrag 2018 für Einzahlungen in der Säule 3a beträgt für Angestellte wie bisher 6’768 CHF. Lies weiter und behalte den Durchblick.

1. Säule

Der Bundesrat prüft mindestens alle zwei Jahre, ob eine Anpassung der AHV/IV-Renten notwendig ist. Die AHV- und die IV-Renten bleiben 2018 unverändert. Auch die Hinterlassenen- und Invalidenrenten der obligatorischen beruflichen Vorsorge bleiben 2018 unverändert. Die AHV-Mindestrente beträgt wie bisher 1’175 Franken pro Monat, die Höchstrente bei einer vollständigen Beitragsdauer 2’350 Franken im Monat. Die Renten werden nicht angepasst, weil sich sowohl Preis- als auch Lohnindex nur schwach entwickelt haben. Die AHV/IV-Renten wurden zuletzt auf den 1. Januar 2015 erhöht.

Eine kleine Änderung gibt’s doch: Du hast bald mehr Geld übrig. Denn die im September 2009 beschlossene Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung über die Mehrwertsteuer läuft am 31.Dezember 2017 aus. Da die Altersvorsorge 2020-Reform im September 2017 abgelehnt wurde, läuft die Erhöhung planmässig aus. Darum reduziert sich die Mehrwertsteuer und es gelten seit 1.1.2018 die folgenden Mehrwertsteuersätze: Der Normalsatz liegt bei 7.7 Prozent, der Sondersatz (für Beherbergung) bei 3.7 Prozent und der reduzierte Satz (für Güter des täglichen Gebrauchs) bei 2.5 Prozent.

2. Säule

Der Mindestzinssatz für die Guthaben in der obligatorischen beruflichen Vorsorge bleibt 2018 unverändert bei 1 Prozent. Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind die Rendite der Bundesobligationen sowie die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Die Performance von Aktien und Liegenschaften ist erfreulich, weshalb eine Senkung des Mindestzinssatzes nicht angebracht ist. Die weiterhin sehr tiefen Zinssätze sprachen andererseits gegen eine Anhebung. In Anbetracht der weiterhin stabilen Verhältnisse drängte sich somit keine Anpassung des Mindestzinssatzes auf. Der Bundesrat will bis im Sommer 2018 die Grundlagen überprüfen, welche für die Bestimmung des Mindestzinses relevant sind.

Im überobligatorischen Bereich darf deine Pensionskasse die Verzinsung deines Vorsorgeguthabens selbst frei festlegen.

Säule 3a

Die Leistungen und Beitragssätze, die sich auf die Mindestrente der AHV beziehen, werden jährlich vom Bundesamt für Sozialversicherungen festgelegt. Dazu gehört auch der Maximalbetrag, welcher steuerbefreit in die 3. Säule einbezahlt werden kann. Da sich die AHV-Mindestrente nicht verändert, bleibt der Maximalbetrag für das Jahr 2018 ebenfalls unverändert wie 2017.

Maximalbetrag Säule 3a  2018 2017, 2016, 2015
für Erwerbstätige mit Pensionskasse  CHF 6’768 CHF 6’768
für Selbständige ohne Pensionskasse 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens, maximal CHF 33’840 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens, maximal CHF 33’840

Selbständige ohne Pensionskasse haben einen höheren Maximalbetrag, damit sie ihre Vorsorgelücke in Eigenregie reduzieren können. Die Maximalbeträge müssen bis 31. Dezember des Jahres auf dem Vorsorgekonto verbucht sein. Smarte Anleger zahlen diese bereits zu Jahresbeginn ein, denn so nutzt du die deutlich höhere Verzinsung des 3a-Kontos gegenüber einem Sparbuch oder Girokonto für dich. Wie gross dieser Effekt ist, kannst du an diesem Beispiel sehen.

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Thomas verfügt über mehr als 30 Jahre Expertise als Privatanleger in fast allen Anlageklassen und zwei Vorsorgesystemen. Er gestaltet seit vielen Jahren einfache Kunden- und Serviceerlebnisse, bewegt Menschen und Organisationen und hat ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen von Menschen bei Finanzthemen gewonnen. Thomas bringt mit seinem Background als Doktor in Wirtschaftswissenschaften Themen einfach und pragmatisch auf den Punkt.
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