Finanzlexikon

Altersguthaben

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Das Altersguthaben ist dein angesammeltes Kapital auf dem “Pensionskassenkonto” deiner Vorsorgeeinrichtung. Je nach Pensionskasse nennt sie dies auch AGH, Sparguthaben, Vorsorgeguthaben, Austrittsleistung oder ähnlich.

Es entsteht aus vier Bausteinen. Erstens, deinen monatlichen Altersgutschriften (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge), zweitens den Zinserträgen, drittens den eingebrachten Freizügigkeitsleistungen und viertens freiwilligen Einkäufen. Die Höhe deines Altersguthabens hängt also davon ab, wie viel du und dein(e) Arbeitgeber insgesamt einzahlen und wie viel deine Pensionskasse darauf als Ertrag erzielt. Auf deinem Pensionskassenauszug findest du die Informationen, wie viel dein Altersguthaben im letzten Jahr gestiegen ist. Denn Jahr für Jahr kommen neue Altersgutschriften sowie die Verzinsung deines bereits vorhandenen Kapitals dazu. Deshalb steigt dein Rentenanspruch auch jedes Jahr. Denn aus dem Altersguthaben kannst du mit dem Umwandlungssatz deine künftige Rente ermitteln: (Umwandlungsatz x Altersguthaben = Altersrente).

Wie du später im Alter dein Altersguthaben beziehen kannst, regelt die Pensionskasse. Entweder darfst du es aufs Mal als Kapital beziehen, oder umgewandelt in eine lebenslange Rente oder als eine Mischung daraus. Auf jeden Fall darfst du gemäss Gesetz mindestens ¼ als Kapital beziehen. 

Wenn du noch mehr wissen möchtest, kannst du dich über dein vermutlich grösstes Finanzvermögen informieren.

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Obligatorium

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Das Obligatorium sind Mindestleistungen, die du aus der 2. Säule bekommst

Seit 1985 gilt das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Das BVG soll die AHV-Leistungen so ergänzen, dass du deine gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise fortsetzen kannst. Das BVG unterscheidet einerseits obligatorisch und freiwillig Versicherte, andererseits Arbeitnehmer und Selbstständige. Primär zielt das BVG auf Arbeitnehmer, es schliesst seit 1997 auch Arbeitslose ein. Es beschreibt in welchen Fällen sie sich zwangsweise versichern, also Pflichtbeiträge leisten müssen. Und was sie dafür bekommen – das Obligatorium.

Wann muss ich BVG-Beiträge leisten?

Das ist der Fall, wenn folgende drei Bedingungen erfüllt sind. Erstens, du hast einen Arbeitsvertrag und bist bei der AHV/IV versichert. Zweitens, du bist zwischen 18 Jahre und hast das ordentliche Rentenalter noch nicht erreicht (64 / 65 Jahren Frau / Mann, Stand 2020). Drittens, dein jährlicher Lohn liegt über der sogenannten Eintrittsschwelle. Dann muss dein Arbeitgeber Beiträge von deinem Lohn an die Pensionskasse abführen. Die Höhe von Eintrittsschwelle und BVG-Versicherungsgrenze hängen von der AHV-Maximalrente ab. Die AHV-Maximalrente und die davon abgeleiteten Grenzbeträge werden alle 2 Jahre überprüft. Für deine BVG-Beiträge bekommst du das so genannte Obligatorium.

Obligatorium als Gegenleistung für die BVG-Beiträge

Das Obligatorium sind Mindestleistungen für Altersrente, bei Tod und bei Invalidität. Selbständige können sich freiwillig in der beruflichen Vorsorge versichern. Dazu schliessen sie sich einer entsprechenden Vorsorgeeinrichtung oder der Stiftung Auffangeinrichtung an und bezahlen dort Beiträge. Wenn du noch mehr wissen möchtest, kannst du dich beim Bundesamt für Sozialversicherungen informieren oder den Beitrag zur „Vorsorgesprache“ lesen.

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