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Wie viel Geld bleibt Schweizern am (Jahres-)Ende übrig?

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Das Bundesamt für Statistik erhebt regelmässig die Haushaltseinkommen der Schweizerinnen und Schweizer. Ende 2018 hat hat das SRF über die neuesten Zahlen berichtet: Im Schnitt haben wir ein Haushaltseinkommen von rund 10’000 Franken und einen Sparbetrag von rund 1’500 Franken. Also eine Sparquote von 15%. Prompt haben sich die Kommentare der Leser überschlagen.

“Da muss es noch eine Schweiz geben, der mir nicht bekannt ist”, schreibt Jeanôt C. Und Manfred P. fragt: “Welche Familie mit 2 Kindern legt 1200 Franken pro Monat zur Seite?” Doch die Zahlen des BfS lügen nicht, nur die Darstellung irritiert.

Der Durchschnitt nützt dem Einzelnen in der Regel wenig. Ja, wir können sehen, ob wir etwas weniger oder mehr Geld als der Durchschnitt zur Verfügung haben. Allerdings können wir den Durchschnitt schlecht fragen, wie er das denn hinbekommt. Denn den Durchschnitt trifft man selten auf der Strasse, im Tram oder bei der Arbeit, im Cafe oder Ausgang schon gar nicht und am Telefon nimmt er auch nie ab. Den Durchschnitt gibt es schlichtweg so nicht in der Realität.

“Die Unterschiede sind in der Realität gross” heisst es auch im Kommentar seitens des BfS. Als Beispiel wird das Sparpotential eines kinderlosen Paares im Vergleich mit Alleinerziehenden genannt. Letztere hätten so gut wie kein Sparpotential mehr. Auch SRF beschwichtigt in einem Kommentar “Sie haben Recht. Laut dem BfS müssen 59 Prozent aller Schweizer Haushalte mit weniger auskommen. Wir haben das Durchschnitts-Einkommen als Richtwert genommen, weil das Bundesamt den Median-Wert nicht mitgeliefert hatte.”

Was Statistiken über das Haushaltseinkommen aussagen

Wir wagen an dieser Stelle die These: der Medianwert ist den Menschen wohl ähnlich zuwider wie der Durchschnitt. Für jene, die es doch interessiert, der Median sagt aus wieviel derjenige Haushalt verdient, der genau in der Mitte der Verteilung liegt. Hätten wir z.B. nur drei Haushalte befragt und jener mit dem tiefsten Einkommen gibt an 4’000 Franken zur Verfügung zu haben, jener in der Mitte 8’000 Franken und jener mit dem höchsten Einkommen 30’000 Franken im Monat, dann wäre der Medianwert  – ja genau – die Mitte: 8’000 Franken. Der Durchschnitt läge aber bei 14’000 Franken, denn dieser wird anders berechnet: Alle Einkommen werden zusammengezählt und durch die Anzahl der Haushalte dividiert.

Was das BfS sehr wohl mitgeliefert hat ist die Qualität der Schätzwerte, also eine Aussage dazu wie stark die Werte variieren – mit anderen Worten wie gross die Unterschiede zwischen den Haushalten sind. Und die sind mitunter beträchtlich. Je nachdem also, wie die Einkommen verteilt sind, haben die Zahlen mehr oder weniger Aussagekraft.

Was du mit deinem Haushaltseinkommen machen kannst

Auch wir sehen in den Haushaltsbudgets unserer Nutzer grosse Unterschiede, die sich durch ihre aktuelle Lebenssituation ergeben. Und auch wir werden oft nach Vergleichen gefragt. Wir finden es jedoch wichtiger, dass du den Blick auf die eigene finanzielle Situation richtest.

Verständlich, dass bei solchen Statistiken die Emotionen hochkochen. Unter den Kommentaren finden sich wohl viele dieser Ausreisser. Besonders Rentner scheinen betroffen, sie reagieren. “Wir sind zwei Personen und dürfen mit 4’000.- im Monat brutto versuchen zu leben”, schreibt Walter M. Das ist bitter, keine Frage.

Aber was kannst du tun? Daniele R. bringt es auf den Punkt: “Was interessiert mich ob diese Statistik richtig oder falsch ist?”. Statistiken können dich beruhigen oder aufregen, aber am Ende bleibt die Frage, was du aus deiner ganz eigenen Situation machst. Das bewährte Mittel gegen finanziellen Frust ist eine Finanzplanung. Verschaffe dir einen Überblick und handle dann.

Finanzplanung zum Jahreswechsel vornehmen

Weisst du, wieviel du am Ende eines Kalenderjahres übrig hast? Hast du für dich oder für deine Familie schon einmal ein Haushaltsbudget erstellt? Falls nicht, ist der nächstbeste Zeitpunkt: jetzt! Zum einen weil “jetzt” immer der beste Zeitpunkt ist, um deine Finanzen anzupacken. Zum anderen, weil du gerade zum Jahreswechsel Bilanz ziehen und deinen Sparbetrag fürs kommende Jahr für grössere künftige Anschaffungen oder einfach fürs Alter planen kannst.

Unsere Statistik sagt nämlich: Alle, die sich um ihre Finanzen kümmern, sind zu 100% besser dran.

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