
Hat die Saxo Bank eine Säule 3a? Noch nicht. Die Saxo Bank Schweiz hat ein eigenes digitales Säule-3a-Produkt für 2026 angekündigt, Stand Oktober 2026 gibt es aber weder Starttermin noch Gebühren. Entdecke, was hinter der Ankündigung steckt, welche Stärken Saxo mitbringt und was noch offen bleibt.
Saxo Bank Schweiz: Wer steckt dahinter?
Die Saxo Bank (Schweiz) AG ist eine vollständig von der FINMA regulierte Schweizer Bank mit Sitz am Flughafen Zürich. Sie gehört zur dänischen Saxo Bank A/S, einer 1992 gegründeten Investmentbank mit über 1.7 Millionen Kunden und über 2’400 Mitarbeitenden weltweit, unter anderem auch in Zürich. Im März 2026 hat die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin die Übernahme von rund 71 Prozent der Saxo-Gruppe abgeschlossen. Im Juli 2026 kündigte sie an, auch die restlichen rund 29 Prozent von Gründer Kim Fournais zu übernehmen. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Neuer CEO ist Daniel Belfer, die Schweizer Tochter bleibt als eigenständige Bank bestehen.
Saxo ist in Europa ein Pionier des Online-Börsenhandels. Auch in der Schweiz ist Saxo vor allem als Online-Broker für aktive Anlegerinnen und ETF-Sparerinnen bekannt. Mit der Plattform SaxoInvestor und dem ETF-Sparplan «AutoInvest» hat die Bank in den letzten Jahren auch kostenbewusste Langfristanlegerinnen angesprochen. Damit kannst du über 100 ETFs gebührenfrei als Sparplan besparen.

Was ist Saxo Bank 3a?
Saxo Bank 3a ist ein angekündigtes digitales Vorsorgeprodukt der FINMA-regulierten Saxo Bank Schweiz. Details zu Gebühren, Anlagestrategien und Lancierung sind Stand Oktober 2026 noch nicht öffentlich.
Was wurde angekündigt?
Erstmals nannte Saxo die 3a-Lösung im November 2025 an einem Medientermin in Zürich. Die Wirtschaftszeitung «Bilanz» berichtete Ende Januar 2026, dass Saxo ein eigenes digitales Säule-3a-Angebot plane, das online abgeschlossen werden könne. Ziel sei es, breitere Kundengruppen anzusprechen und direkt mit Anbietern wie frankly (ZKB) und VIAC zu konkurrieren. Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der die Säule 3a durch die ab 2026 möglichen Nachzahlungen stark an Attraktivität gewonnen hat.
Auch Stand Oktober 2026 gibt es jedoch noch keine offizielle Produktseite, keine Gebührenliste und keine Details zu Anlagestrategien oder der Vorsorgestiftung. Es handelt sich um eine strategische Absichtserklärung, nicht um ein fertiges Produkt.
Was könnte Saxo Säule 3a bieten?
Tiefe Gebühren und ETF-Fokus: Saxo Bank 3a positioniert sich heute als günstiger Online-Broker: keine Depotgebühren, Aktienhandel ab 3 CHF, über 100 ETFs im kostenlosen Sparplan «AutoInvest». Wenn Saxo diese Kostenstruktur ins 3a-Geschäft überträgt, ist eine All-in-Gebühr von unter 0.5 Prozent realistisch. Das wäre konkurrenzfähig mit bereits etablierten, günstigen digitalen 3a Anbietern finpension, frankly, Neon und VIAC.
Die Anlagestrategien dürften auf passiven ETFs basieren, da Saxo bereits heute einen starken Fokus auf ETF-Sparpläne legt. Ob Saxo auch ESG- oder thematische Strategien anbietet, bleibt offen.
Integration von freiem Depot und 3a auf einer Plattform: Ein möglicher Vorteil: Wer bereits ein Saxo-Depot führt, könnte freies Vermögen und 3a-Vorsorge in einer Umgebung verwalten. Das würde den administrativen Aufwand reduzieren und einen einheitlichen E-Steuerauszug ermöglichen – ein Feature, das Saxo heute schon für steuerbare Depots anbietet.
Benutzerfreundlichkeit und Automatisierung: Mit SaxoInvestor bietet die Bank bereits eine vereinfachte Plattform für Einsteigerinnen. AutoInvest zeigt, dass Saxo automatisierte Sparpläne technisch beherrscht. Ein 3a-Produkt mit automatischer Einzahlung, automatischer Anlage und einfacher Strategiewahl wäre naheliegend. Ein Dämpfer bleibt: AutoInvest kauft nur ganze ETF-Anteile und führt immer am 5. des Monats aus. Bei kleinen Beträgen bleibt ein Rest liegen, das wäre bei einer 3a mit monatlicher Einzahlung lästig, falls Saxo das Prinzip übernimmt.
Zentrale Fragen zum Saxo Bank 3a Angebot bleiben noch offen
Mehrere zentrale Fragen können derzeit nicht beantwortet werden:
- Welche Vorsorgestiftung steht hinter dem Produkt? Viele digitale 3a-Anbieter setzen auf Stiftungen im Kanton Schwyz (z. B. Tellco, Liberty), um beim Bezug eine tiefe Quellensteuer zu ermöglichen. Ob Saxo eine eigene Stiftung gründet oder eine Partnerschaft eingeht, ist unklar.
- Wie hoch sind die Gebühren? Verwaltungsgebühr, Produktkosten (TER der ETFs), allfällige FX-Spreads – all das fehlt noch.
- Welche Anlagestrategien werden angeboten? Standardstrategien mit festen Aktienquoten? Individuelle Portfolios? ESG-Filter?
- Wann kommt das Produkt tatsächlich auf den Markt? Saxo hat es für 2026 angekündigt, einen konkreten Starttermin aber auch Stand Oktober 2026 nicht genannt.
Ist Saxo heute schon in der Säule 3a aktiv?
Direkt in der Säule 3a ist Saxo bisher nicht aktiv. Als Depotbank im Hintergrund kennst du die Saxo Bank aber vielleicht schon aus dem freien Vermögen. Das Fintech Selma führt sein Anlagekonto für das freie Vermögen bei der Saxo Bank (Schweiz); die Selma 3a läuft dagegen über die VZ Vorsorgestiftung. Auch bei True Wealth kannst du für das freie Vermögen die Saxo Bank als kontoführende Bank wählen. Die 3a-Gelder von True Wealth liegen dort bei der Vorsorgestiftung 3a Digital der BLKB.
Mit einem eigenen 3a-Produkt würde Saxo aus dem Hintergrund treten und direkt mit den etablierten Markenanbietern konkurrieren.
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Wie sicher ist Saxo Bank 3a?
Saxo Bank (Schweiz) AG ist eine FINMA-regulierte Bank und dem Schweizer Einlagensicherungssystem esisuisse angeschlossen. Barguthaben sind bis 100’000 Franken pro Kunde geschützt; Wertschriften werden als Sondervermögen separat verwahrt und fallen im Konkursfall nicht in die Konkursmasse. Details zur Säule 3a Einlagensicherung findest du in diesem Fachbeitrag.
Für ein 3a-Produkt ist zusätzlich die Vorsorgestiftung relevant: Diese verwaltet die Gelder treuhänderisch, die Depotbank (hier: Saxo) führt nur die technische Verwahrung aus. Die rechtliche Struktur ist bei allen 3a-Anbietern ähnlich; entscheidend ist die Qualität der Stiftung und die Transparenz der Kostenstruktur.
Für wen ist Saxo Bank 3a interessant?
Auch ohne finale Produktdetails lassen sich mögliche Zielgruppen skizzieren:
- ETF-affine Anlegerinnen, die bereits ein Saxo-Depot führen und Wert auf eine integrierte Lösung legen.
- Kostenbewusste Sparerinnen, die von Saxos tiefen Handels- und Produktkosten profitieren möchten – vorausgesetzt, die 3a-Gebühren bleiben wettbewerbsfähig.
- Selbstentscheiderinnen, die eine technisch ausgereifte Plattform schätzen und keine Robo-Advisor-Beratung benötigen.
Weniger geeignet könnte Saxo 3a für Einsteigerinnen sein, die eine stark vereinfachte Benutzerführung oder persönliche Beratung suchen – das ist traditionell nicht Saxos Kernkompetenz.
Hat die Saxo Bank eine Säule 3a?
Nein, noch nicht. Saxo hat ein eigenes 3a-Produkt für 2026 angekündigt. Stand 10. Oktober 2026 nennt die Bank weder Starttermin noch Gebühren.
Wann kommt Saxo Bank 3a auf den Markt?
Ein konkretes Datum wurde nicht genannt. Saxo hat das Produkt für 2026 angekündigt, Stand Oktober 2026 ist es aber noch nicht am Markt.
Was kostet Saxo Bank 3a?
Die Gebühren sind noch nicht öffentlich bekannt. Basierend auf den bestehenden Angeboten der Saxo Bank halten wir eine All-in-Gebühr von unter 0.5 % für realistisch.
Ist Saxo Bank 3a besser als VIAC oder finpension?
Derzeit liegen noch keine Produktdetails zu Saxo Bank 3a vor. Daher ist ein Vergleich noch nicht möglich.
Zusammenfassung: Saxo Bank 3a bietet ein spannendes Versprechen, aber Details fehlen
Die Ankündigung eines Saxo-3a-Produkts ist bemerkenswert: Eine etablierte Online-Bank mit globaler Infrastruktur, tiefen Gebühren und technischem Know-how steigt in einen stark umkämpften Markt ein, in dem schon einige Anbieter wieder ausgeschieden sind. Die Voraussetzungen sind gut. Ohne konkrete Angaben zu Gebühren, Strategien und Stiftung bleibt das Produkt aber noch eine Black Box.
Meine Empfehlung: Wer jetzt eine 3a will, wartet nicht auf Saxo. Mit finpension, frankly, neon oder VIAC findest du ausgereifte Alternativen. Auch die findependent 3a lohnt sich auf dem Radar, die Details dazu liefert der Review. Wer bereits ein Saxo-Depot führt, sollte die Entwicklung beobachten, eine integrierte Lösung könnte administrativ attraktiv sein.
Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald Saxo konkrete Produktinformationen veröffentlicht.
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Last update: 10.10.2026 19:56


Nein, das 3A Konto bei Selma wird nicht von Saxo geführt.
danke für den Hinweis Patrick,
habe dies im Artikel präzisiert. Selma war vor einigen auf Saxo, nun sind sie bei der VZ.
Lg THomas