Säule 3a anlegen

Saxo Bank 3a: Review 2026 – Was steckt dahinter?

Saxo bank 3a erfahrungen und review 2026
Lesedauer 4 Minuten

Die Saxo Bank Schweiz hat Ende Januar 2026 angekündigt, ein eigenes digitales Säule-3a-Produkt zu lancieren. Damit steigt eine etablierte Online-Bank mit tiefen Gebühren und ETF-Fokus in einen Markt ein, der bereits von Anbietern wie VIAC, finpension und frankly geprägt ist. Entdecke, was hinter der Ankündigung steckt und welche Stärken Saxo mitbringt. Und was noch offen bleibt.

Saxo Bank Schweiz: Wer steckt dahinter?

Die Saxo Bank (Schweiz) AG ist eine vollständig von der FINMA regulierte Schweizer Bank mit Sitz am Flughafen Zürich. Sie gehört zur dänischen Saxo Bank A/S, einer 1992 gegründeten Investmentbank mit über 1.5 Millionen Kunden weltweit. Im März 2025 übernahm die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin 70 Prozent der Saxo-Gruppe; die Schweizer Tochter bleibt jedoch als eigenständige Bank bestehen.

Saxo ist in der Schweiz vor allem als Online-Broker für aktive Anlegerinnen und ETF-Sparerinnen bekannt. Mit der Plattform SaxoInvestor und dem ETF-Sparplan «AutoInvest» hat die Bank in den letzten Jahren auch kostenbewusste Langfristanlegerinnen angesprochen. Damit kannst du über 100 ETFs gebührenfrei als Sparplan besparen.

Saxo bank 3a logo

Was ist Saxo Bank 3a?

Saxo Bank 3a ist ein angekündigtes digitales Vorsorgeprodukt der FINMA-regulierten Saxo Bank Schweiz. Details zu Gebühren, Anlagestrategien und Lancierung sind Stand Februar 2026 noch nicht öffentlich.

Was wurde angekündigt?

Die Wirtschaftszeitung «Bilanz» berichtete Ende Januar 2026, dass Saxo ein eigenes digitales Säule-3a-Angebot plane, das online abgeschlossen werden könne. Ziel sei es, breitere Kundengruppen anzusprechen und direkt mit Anbietern wie frankly (ZKB) und VIAC zu konkurrieren. Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der die Säule 3a durch die ab 2026 möglichen Nachzahlungen stark an Attraktivität gewonnen hat.

Derzeit gibt es jedoch noch keine offizielle Produktseite, keine Gebührenliste und keine Details zu Anlagestrategien oder der Vorsorgestiftung. Es handelt sich um eine strategische Absichtserklärung, nicht um ein fertiges Produkt.

Was könnte Saxo Säule 3a bieten?

Tiefe Gebühren und ETF-Fokus: Saxo Bank 3a positioniert sich heute als günstiger Online-Broker: keine Depotgebühren, Aktienhandel ab 3 CHF, über 100 ETFs im kostenlosen Sparplan «AutoInvest». Wenn Saxo diese Kostenstruktur ins 3a-Geschäft überträgt, ist eine All-in-Gebühr von unter 0.5 Prozent realistisch– konkurrenzfähig mit bereits etablierten, günstigen digitalen 3a Anbietern finpension, frankly, Neon und VIAC.

Die Anlagestrategien dürften auf passiven ETFs basieren, da Saxo bereits heute einen starken Fokus auf ETF-Sparpläne legt und Zugang zu über 70’000 Instrumenten hat. Ob Saxo auch ESG- oder thematische Strategien anbietet, bleibt offen.

Integration von freiem Depot und 3a auf einer Plattform: Ein möglicher Vorteil: Wer bereits ein Saxo-Depot führt, könnte freies Vermögen und 3a-Vorsorge in einer Umgebung verwalten. Das würde den administrativen Aufwand reduzieren und einen einheitlichen E-Steuerauszug ermöglichen – ein Feature, das Saxo heute schon für steuerbare Depots anbietet.

Benutzerfreundlichkeit und Automatisierung: Mit SaxoInvestor bietet die Bank bereits eine vereinfachte Plattform für Einsteigerinnen. AutoInvest zeigt, dass Saxo automatisierte Sparpläne technisch beherrscht. Ein 3a-Produkt mit automatischer Einzahlung, automatischer Anlage und einfacher Strategiewahl wäre naheliegend.

Zentrale Fragen zum Saxo Bank 3a Angebot bleiben noch offen

Mehrere zentrale Fragen können derzeit nicht beantwortet werden:

  • Welche Vorsorgestiftung steht hinter dem Produkt? Viele digitale 3a-Anbieter setzen auf Stiftungen im Kanton Schwyz (z. B. Tellco, Liberty), um beim Bezug eine tiefe Quellensteuer zu ermöglichen. Ob Saxo eine eigene Stiftung gründet oder eine Partnerschaft eingeht, ist unklar.
  • Wie hoch sind die Gebühren? Verwaltungsgebühr, Produktkosten (TER der ETFs), allfällige FX-Spreads – all das fehlt noch.
  • Welche Anlagestrategien werden angeboten? Standardstrategien mit festen Aktienquoten? Individuelle Portfolios? ESG-Filter?
  • Wann kommt das Produkt tatsächlich auf den Markt? Die Ankündigung ist vage; ein konkreter Launch-Termin wurde nicht genannt.

Saxo Bank Säule 3a: Die Saxo ist heute schon präsent – aber unsichtbar

Interessant: Saxo ist bereits heute im Säule-3a-Geschäft aktiv, allerdings als Depotbank im Hintergrund. Das Fintech Selma nutzt Saxo Bank (Schweiz) als Partnerbank für die Selma 3a. Selma übernimmt die digitale Beratung und Vermögensverwaltung, Saxo führt das Vorsorgekonto.

Mit einem eigenen 3a-Produkt würde Saxo aus dem Hintergrund treten und direkt mit den etablierten Markenanbietern konkurrieren.

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Wie sicher ist Saxo Bank 3a?

Saxo Bank (Schweiz) AG ist eine FINMA-regulierte Bank und dem Schweizer Einlagensicherungssystem esisuisse angeschlossen. Barguthaben sind bis 100’000 CHF pro Kunde geschützt; Wertschriften werden als Sondervermögen separat verwahrt und fallen im Konkursfall nicht in die Konkursmasse. Details zur Säule 3a Einlagensicherung findest du in diesem Fachbeitrag.

Für ein 3a-Produkt ist zusätzlich die Vorsorgestiftung relevant: Diese verwaltet die Gelder treuhänderisch, die Depotbank (hier: Saxo) führt nur die technische Verwahrung aus. Die rechtliche Struktur ist bei allen 3a-Anbietern ähnlich; entscheidend ist die Qualität der Stiftung und die Transparenz der Kostenstruktur.

Für wen ist Saxo Bank 3a interessant?

Auch ohne finale Produktdetails lassen sich mögliche Zielgruppen skizzieren:

  • ETF-affine Anlegerinnen, die bereits ein Saxo-Depot führen und Wert auf eine integrierte Lösung legen.
  • Kostenbewusste Sparerinnen, die von Saxos tiefen Handels- und Produktkosten profitieren möchten – vorausgesetzt, die 3a-Gebühren bleiben wettbewerbsfähig.
  • Selbstentscheiderinnen, die eine technisch ausgereifte Plattform schätzen und keine Robo-Advisor-Beratung benötigen.

Weniger geeignet könnte Saxo 3a für Einsteigerinnen sein, die eine stark vereinfachte Benutzerführung oder persönliche Beratung suchen – das ist traditionell nicht Saxos Kernkompetenz.

Wann kommt Saxo Bank 3a auf den Markt?

Ein konkretes Datum wurde nicht genannt. Die Ankündigung erfolgte im Januar 2026. Wir rechnen mit einem Start des Angebots spätestens im Herbst 2026.

Was kostet Saxo Bank 3a?

Die Gebühren sind noch nicht öffentlich bekannt. Basierend auf den bestehendem Angeboten der Saxo Bank halten wir mit einer All-in-Gebühr von unter 0.5 % realistisch.

Ist Saxo Bank 3a besser als VIAC oder finpension?

Derzeit liegen noch keine Produktdetails zu Saxo Bank 3a vor. Daher ist ein Vergleich noch nicht möglich.

Zusammenfassung: Saxo Bank 3a bietet ein spannendes Versprechen, aber Details fehlen

Die Ankündigung eines Saxo-3a-Produkts ist bemerkenswert: Eine etablierte Online-Bank mit globaler Infrastruktur, tiefen Gebühren und technischem Know-how steigt in einen stark umkämpften Markt ein, in dem schon einige Anbieter wieder ausgeschieden sind. Die Voraussetzungen sind gut – aber ohne konkrete Angaben zu Gebühren, Strategien und Stiftung bleibt das Produkt noch eine Black Box.

Meine Empfehlung: Wer heute eine 3a-Lösung sucht, findet mit finpension, frankly neon oder VIAC ausgereifte Alternativen. Wer bereits ein Saxo-Depot führt, sollte die Entwicklung beobachten – eine integrierte Lösung könnte administrativ attraktiv sein.

Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald Saxo konkrete Produktinformationen veröffentlicht.

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Last update: 14.02.2026 17:43

Autor

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Thomas ist Experte für Finanz- und Vorsorgethemen mit über 30 Jahren Anlageerfahrung in fast allen Anlageklassen und zwei Vorsorgesystemen. Als Stiftungsrat und Vizepräsident der Anlagekommission einer der grössten Schweizer Pensionskassen (über 13 Milliarden Anlagevermögen) kennt er die Herausforderungen bei Finanzentscheidungen aus erster Hand. Er bringt komplexe Themen mit seinem Hintergrund als promovierter Wirtschaftswissenschaftler einfach, unabhängig und pragmatisch auf den Punkt.
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