Die Höhe des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse entscheidet darüber, wie viel Geld dir bei der Pensionierung sofort zur Verfügung steht. Die meisten Schweizer:innen beziehen weniger als 200’000 Franken, grosse Auszahlungen bleiben die Ausnahme. Entdecke, wie du deine Entscheidung an deine Lebenssituation anpasst und Steuern sparst.
Wie hoch sind Kapitalbezüge aus der Pensionskasse wirklich?
Die Höhe des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse beschäftigt viele Schweizer vor der Pensionierung. Neue Zahlen der Eidgenössischen Steuerverwaltung räumen falsche Vorstellungen aus dem Weg. 📊
Denn: die überwiegende Mehrheit lässt sich weniger als 200’000 Franken auszahlen. Rund 160’000 Personen beziehen gar weniger als 100 000 Franken. Nur 1’016 Personen entnehmen mehr als 300’000 Franken und 353 Personen mehr als 500’000 Franken. Die Grafik zeigt: Grosse Kapitalbezüge sind selten, kleine Auszahlungen überwiegen.
(Grafik-Quelle: SRF.ch, Abruf 16.08.2025)
Zudem stiegen die Gesamtzahlungen weiter. 2023 waren es 15 Milliarden Franken, 2022 noch 13 Milliarden Franken. Dies liegt an höheren Guthaben und mehr Kapitalbezügern 💰
Gemäss Neurentnerstatistik 2023 des Bundesamtes für Statistik bezogen 41 % der Personen, die 2023 eine neue Leistung einer Pensionskasse erhalten haben, nur Kapital, 40 % nur eine Rente und 19 % eine Mischform aus Rente und Kapital. Das bedeutet: 2023 bezogen erstmals mehr Neupensionierte Kapital statt Rente.
Warum beziehen immer mehr Schweizer Kapital statt Rente?
Der Rückgang der Umwandlungssätze macht die Option Rente für viele unattraktiver. Diese Entwicklung führt dazu, dass Versicherte weniger Rente für ihr angespartes Kapital erhalten. Deshalb entscheiden sich immer mehr für den Kapitalbezug und verwalten ihr Geld selbst.
Das Volumen der Kapitalauszahlungen zeigt diesen Trend: 2022 wurden 13 Milliarden Franken ausgezahlt – das sind 79 % mehr als noch fünf Jahre zuvor. 2013 waren es nur etwa 7 Milliarden Franken. Die durchschnittliche Höhe des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse stieg von 185’000 Franken im Jahr 2018 auf 261’362 Franken im Jahr 2023. 💰
Viele Versicherte meinen, sie könnten das Geld besser verwalten als die Pensionskasse und so mehr Rendite erwirtschaften. Das ist riskant. Eine falsche Anlagestrategie kann dazu führen, dass dein Kapital schneller schrumpft, als eine lebenslange Rente dir Sicherheit bietet.
Max aus Zürich wählt den Kapitalbezug, weil er sein angespartes Guthaben flexibel einsetzen will. Und als Single seinen Erben etwas hinterlassen möchte. Anna aus Genf bevorzugt das Kapital, um Schulden ihrer Wohnung abzuzahlen und so ihre Lebenshaltungskosten in der Rente zu senken. Martin aus Solothurn ist gesundheitlich schlecht zurecht. Er bezieht deshalb sein Kapital, weil er von einer stark verkürzten Lebenserwartung ausgeht. Diese persönlichen Entscheidungen zeigen: Die Höhe des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse muss zu deiner Situation passen.
Unser Tipp:
👉 Diese Zahlen geben dir Orientierung, nicht den Entscheid vor. Deine Lebenssituation bestimmt den optimalen Weg. Folglich musst du prüfen, ob du Renditechancen gegen Planungssicherheit abwägen willst. Prüfe deine finanzielle Lage und persönliche Ziele sorgfältig, bevor du dich für Kapital entscheidest.
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Vorteile der Rente gegenüber Kapitalbezug
Welche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es bei der Höhe des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse?
Männer beziehen im Durchschnitt 356’705 Franken, Frauen 167’233 Franken. Beim Median sind es 220’584 Franken für Männer und 93’713 Franken für Frauen. Diese Daten des Bundesamts für Sozialversicherungen zeigen klare Unterschiede bei Lohn und Karrierekontinuität als Hauptgründe.
Zudem wählen jüngere Versicherte häufiger die Rente. Ab 60 entscheiden sich mehr Personen für das Kapital. Diese Altersunterschiede spiegeln persönliche finanzielle Bedürfnisse wider.
Unser Tipp:
👉 Viele denken, Kapitalbezug bedeutet mehr Freiheit und Rendite. Du trägst dabei aber das volle Marktrisiko selbst und musst Anlageentscheidungen treffen. 🎲

Wie beeinflusst die Politik die Höhe deines Kapitalbezugs?
Mit dem Entlastungspaket 27 plant der Bund eine höhere Kapitalauszahlungssteuer auf grosse Kapitalauszahlungen aus der 2. und 3. Säule. Auszahlungen bis 100 000 Franken bleiben gleich, da sie die Mehrheit bilden. Höhere Bezüge führen zu progressiven Steuersätzen. Insgesamt erwartet der Bund so rund 240 Millionen Franken Mehreinnahmen jährlich.
Die höhere Besteuerung trifft vorwiegend grosse Kapitalbezüge. Folglich ändert sich für dich nur dann viel, wenn du mehr als 100’000 Franken als Kapital auszahlst.
Unser Tipp:
👉 Eine gestaffelte Auszahlung über mehrere Jahre kann deine Steuerlast senken.

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Zusammenfassung: Höhe des Kapitalbezugs aus der Pensionskasse
Die meisten Schweizerinnen und Schweizer wählen moderate Kapitalbeträge. Nur 1’016 Personen beziehen mehr als 300 000 Franken, und 353 Personen mehr als 500 000 Franken. Kleine Auszahlungen bis 200 000 Franken überwiegen.
Die Wahl Rente oder Kapital musst du dir gut überlegen. Sie hängt von deiner Lebenssituation ab. Du musst Renditechancen und eigene Finanzkompetenz gegen Sicherheit, Einfachheit und Langlebigkeit abwägen. Viele glauben, sie managen Kapital besser selbst als die Pensionskasse. Doch das birgt zahlreiche Risiken.
Politisch gibt es Bestrebungen, die Besteuerung grosser Auszahlungen zu erhöhen. Beträge bis 100’000 Franken bleiben unverändert. Höhere Bezüge werden künftig stark progressive Steuern auslösen. Daher empfiehlt sich eine sorgfältige Planung deiner Pensionierung.
Disclaimer
Wir haben für die Erstellung der Inhalte dieses Artikels grosse Sorgfalt angewendet. Fehler können wir trotzdem nicht ausschliessen und können keine Gewähr für inhaltliche Korrektheit, Aktualität des Inhalts und Vollständigkeit bieten. Der Artikel ersetzt keine steuerliche Beratung. Wir bieten keine Anlage- oder Steuerberatung an und empfehlen Steuerfragen in jedem Fall mit einem Steuerexperten und/oder der zuständigen kantonalen Steuerverwaltung abzuklären. Jegliche Haftung wird abgelehnt.

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Last update: 07.12.2025 12:36

