Die Checkliste Pensionskassen-Einkauf hilft dir, eine der wichtigsten Vorsorge-Entscheidungen systematisch zu treffen. Viele zahlen in ihre Pensionskasse ein, ohne vorher die entscheidenden Faktoren zu prüfen. Die Folge: Der Einkauf rentiert sich nicht, oder es entstehen unangenehme Überraschungen. Mit der richtigen Vorbereitung vermeidest du diese Fehler. Finde heraus, welche Punkte du vor deinem Einkauf unbedingt klären musst.
Ist ein Pensionskassen-Einkauf für dich sinnvoll?
Ob ein Einkauf in die Pensionskasse sinnvoll ist, muss in jedem Fall individuell geprüft werden. Es gibt keine Pauschalantwort, die für alle gilt. Der eine profitiert massiv von der Steuerersparnis, der andere zahlt mehr ein, als er später wieder herausholt. Deshalb musst du dir einen klaren Überblick über deine Situation verschaffen. Diese Checkliste Pensionskassen-Einkauf unterstützt dich dabei.
Ein Pensionskassen-Einkauf ist eine freiwillige Zusatzzahlung in deine berufliche Vorsorge 📊. Mit dieser Zahlung erhöhst du dein Altersguthaben und damit später deine Altersrente – oder du sicherst dir die Möglichkeit, einen höheren Betrag als Kapital zu beziehen. Der grosse Reiz dabei: Der eingezahlte Betrag wird vom steuerbaren Einkommen abgezogen. Du sparst also sofort Steuern.
Klingt verlockend? Ja, aber es gibt mehrere Punkte, die du vor einer Entscheidung genau prüfen musst. Denn ein Einkauf bringt nicht automatisch die erwartete Rendite. Manche Pensionskassen zahlen niedrigere Zinsen auf freiwillige Einkäufe. Andere sind oder könnten in finanzielle Schwierigkeiten geraten und müssen sanieren – das würde auch deinen Einkauf treffen. Hinzu kommen zeitliche Beschränkungen und spezielle Situationen wie Scheidungen oder Frühpensionierungen, bei denen besondere Regeln gelten.
Diese Checkliste Pensionskassen-Einkauf zeigt dir Schritt für Schritt, welche Faktoren du prüfen musst, um die richtige Entscheidung zu treffen.
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Pensionskasseneinkauf: Mehr oder weniger einzahlen?
Für die Pensionskasse gilt «je mehr du einzahlst, desto mehr bekommst du heraus». Zwar wählt dein Arbeitgeber die Pensionskasse. Doch bei vielen Pensionskassen hast du eine Wahl: einen freiwillig eine höhere Sparvariante wählen, einen Pensionskasseneinkauf oder einen PK-Vorbezug machen. Entdecke, welche Überlegungen sich dabei lohnen.
Welche grundlegenden Voraussetzungen musst du erfüllen?
Bevor du dich überhaupt mit den Zahlen deiner Pensionskasse auseinandersetzt, musst du erst klären, ob ein Einkauf für dich überhaupt möglich ist. Es gibt drei grundlegende Hürden, die du nehmen musst. 💪
Erstens: das Einkaufspotential prüfen
Die erste Frage lautet: Darfst du überhaupt einzahlen? Die Frage ist simpel, aber entscheidend. Deine Pensionskasse berechnet für dich ein sogenanntes Einkaufspotential. Diesen Betrag findest du auf deinem Pensionskassenausweis in einer eigenen Zeile. Das Einkaufspotential zeigt dir die Obergrenze – mehr als diesen Betrag darfst du nicht einzahlen. Lasse dir von deiner Pensionskasse das genaue Einkaufspotential berechnen. Das ist deine erste Station auf der Checkliste Pensionskassen-Einkauf.
Zweitens: die Dreijahresfrist verstehen
Die zweite Hürde ist zeitlich. ⏰ Wenn du nach dem Einkauf dein Geld als Kapital beziehen möchtest – etwa bei der Pensionierung oder wenn du in den Ruhestand gehen willst –, musst du mindestens noch drei Jahre bis dahin warten. Diese Sperrfrist ist gesetzlich festgelegt und gilt taggenau. Wenn du heute einzahlst und in genau drei Jahren dein Kapital abheben möchtest, geht das. Einen Tag früher? Nein. Das ist wichtig, denn wenn du die Frist nicht einhältst, verlierst du rückwirkend den Steuervorteil deines Einkaufs. Oops, teurer Fehler 🚨.
‼️Wichtig: Die Dreijahresfrist gilt nur beim Kapitalbezug. Wenn du mit dem Einkauf deine Rente erhöhen möchtest, kannst du dich sogar im Jahr deiner Pensionierung noch einkaufen. Das ist ein entscheidender Unterschied. ✅
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Drittens: Ausnahmen bei Scheidung kennen
Es gibt eine wichtige Ausnahme zur Dreijahresfrist. Nach einer Scheidung 💔 führt ein Versorgungsausgleich dazu, dass die Altersguthaben zwischen dir und deinem früheren Partner aufgeteilt werden. Das kann bei dir –oder deinem früheren Partner – zu einer Vorsorgelücke führen. Falls du eine Lücke hast und durch einen Einkauf schliessen möchtest, brauchst du danach die Dreijahresfrist nicht berücksichtigen: Du darfst in diesem Falle deine Einkäufe auch in weniger als drei Jahren als Kapital beziehen.
Hast du diese drei Punkte geklärt, kannst du mit der Checkliste Pensionskassen-Einkauf weitermachen. 🎯

Wie berechnet sich der echte Nutzen deines Einkaufs?
Maggie Thatcher sagte einst zur EU: «I want my money back» und setzte so den Britenrabatt durch. Das fragst du dich sicher auch: Wie viel bekomme ich später für meinen Einkauf zurück? Das ist die zentrale Frage. Um sie zu beantworten, brauchst du eine Einkaufsberechnung von deiner Pensionskasse 📊. Das ist nicht einfach optional. Das ist Pflicht, bevor du einen Franken einzahlst!
Warum eine Einkaufsberechnung so wichtig ist
Die Einkaufsberechnung zeigt dir schwarz auf weiss, wie sich deine monatliche Altersrente erhöht, wenn du einen bestimmten Betrag einzahlst. Beispiel: Du zahlst 20’000 Franken ein und deine Rente steigt um 520 Franken pro Jahr. Das klingt zunächst gut – doch rechne weiter. Du brauchst rund 40 Jahre (20’000 / 520 = 38 Jahre), bis du deinen Einkauf wieder «herausgeholt» hast. Wenn du mit 50 Jahren einzahlst und mit 88 Jahren noch lebst, ist das gerade noch rentabel. Mit 55 Jahren? Wird es dünn. Mit 60 Jahren? Kaum sinnvoll.
Deshalb musst du auf der Checkliste Pensionskassen-Einkauf immer diese Rechnung machen: Wie lange brauchst du, bis sich dein Einkauf amortisiert hat? Vergleiche das mit deiner realistischen Lebenserwartung. Je näher du am Pensionsalter bist, umso kritischer musst du diese Berechnung beurteilen.
Der umhüllende Umwandlungssatz ist oft der Knackpunkt
Hier kommt ein wichtiger technischer Punkt, den viele übersehen. Fast alle Pensionskassen wandeln dein Altersguthaben mit einem einheitlichen Umwandlungssatz in eine Altersrente um. Dieser sogenannte umhüllende Umwandlungssatz liegt unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindest-Umwandlungssatz – das ist legal 🎯.
Warum? Weil dein freiwilliger Einkauf auf dem überobligatorischen Teil deiner Pensionskasse landet. Für diesen Teil gelten weder ein gesetzlicher Mindestzins noch ein gesetzlich vorgeschriebener Umwandlungssatz. Deine Pensionskasse legt beide Grössen nach eigenem Ermessen fest, und sie liegen tiefer als im Obligatorium. Das bedeutet: Dein freiwilliger Einkauf rentiert schlechter als die Beiträge, die dein Arbeitgeber gesetzlich abzieht.
Je nach Anteil des Obligatoriums an deinem Gesamtguthaben kann es sogar vorkommen, dass ein Einkauf deine Altersrente praktisch nicht erhöht. Deshalb brauchst du die Einkaufsberechnung – sie zeigt dir diesen Effekt konkret 📋. Ohne diese Berechnung tappst du im Dunkeln rum.

Wie optimierst du die Steuerersparnisse deines Einkaufs?
Der Steuervorteil ist einer der Hauptgründe, warum Menschen in ihre Pensionskasse einzahlen. Ein Einkauf senkt dein zu versteuerndes Einkommen. Das kann dir richtig viel Geld sparen. Aber Achtung: Nicht jeder Zeitpunkt und nicht jede Strategie sind gleich sinnvoll 💰.
Der Steuersatz ist progressiv – nutze das aus
Hier kommt ein Kernpunkt zur Steuerplanung: Der Steuersatz ist progressiv. Je höher also dein Einkommen ist, umso höher ist der Prozentsatz, den du an Steuern zahlst. Deshalb brauchst du eine Strategie, um den maximalen Vorteil aus deinem Einkauf zu holen.
Wenn du 100’000 Franken auf einmal einzahlst, reduzierst du dein Einkommen in einem Jahr um 100’000 Franken. Das ist zwar eine grosse Reduktion – aber es betrifft nur ein einziges Steuerjahr. Besser ist oft: Verteile deinen Einkauf über mehrere Jahre 📈. Wenn du stattdessen vier Jahre lang je 25’000 Franken einzahlst, reduzierst du dein Einkommen in vier verschiedenen Jahren. Das bedeutet: Du sparst Steuern in vier Jahren statt nur in einem. Du nutzt so die Struktur des Steuersystems zu deinem Vorteil 🎯.
Der Zeitpunkt ist entscheidend
Auch der Zeitpunkt deines Einkaufs spielt eine Rolle. Ein Einkauf ist für dich am wertvollsten, wenn du ein hohes steuerbares Einkommen hast. Wenn du in einem Jahr besonders viel verdienst, etwa durch einen Bonus oder eine Beförderung, ist das ein guter Zeitpunkt für einen Einkauf. Du sparst dann proportional mehr Steuern.
Andersherum: Wenn du in einem Jahr weniger verdienst oder gerade arbeitslos wirst, ist ein Einkauf in diesem Jahr weniger sinnvoll. Der Steuervorteil fällt dann kleiner aus 📉.
Das Alter zählt
Je später du einen freiwilligen Einkauf tätigst, umso grösser wirkt der Steuerspareffekt als Rendite-Booster für dich. Das klingt zunächst kontraintuitiv, ist aber logisch: Wenn du mit 55 Jahren einkaufst, hast du weniger Zeit bis zur Pensionierung, um das Geld in deiner Pensionskasse zu vermehren. Dafür ist der unmittelbare Steuervorteil umso wichtiger. Wenn du mit 35 Jahren einkaufst, hast du noch 30 Jahre bis zur Rente – da kann das Geld lange arbeiten. Der Steuervorteil ist dann weniger ausschlaggebend.
Die Empfehlung daher: Leiste keine freiwilligen Einkäufe vor dem 50. Lebensjahr, wenn du diesen primär aus Steuergründen tätigen möchtest ✅.
Integriere Einkäufe in deine Gesamtsteuerplanung
Auf deine Checkliste Pensionskassen-Einkauf gehört auch, nach anderen Wegen zu suchen, um dein steuerbares Einkommen zu reduzieren. Hast du vielleicht Möglichkeiten für nachträgliche Einzahlungen in die Säule 3a? Oder vielleicht ist es wirkungsvoller, deinen Einkauf zeitlich zu staffeln? Das hängt von deiner individuellen Situation ab. Deshalb lohnt sich ein Gespräch mit einem Experten fast immer💡.

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Welche Faktoren zur Pensionskasse solltest du unbedingt prüfen?
Bis jetzt hast du deine persönliche Situation geklärt – Einkaufspotential, Sperrfrist, Steuern. Jetzt kommt ein ganz entscheidender Punkt: Deine Pensionskasse selbst. Eine Pensionskasse ist nur so gut wie ihre finanzielle Gesundheit. Wenn deine Kasse in Schwierigkeiten gerät, kann das auch deinen Einkauf treffen 📋.
Fünf Kennzahlen geben dir Klarheit
Bevor du einen Franken einzahlst, solltest du darum deine Pensionskasse auf den Prüfstand stellen. Es gibt fünf zentrale Kennzahlen, die dir zeigen, wie finanziell gesund deine Kasse ist. Diese findest du entweder auf deinem Pensionskassenausweis oder im Jahresbericht deiner Pensionskasse. Diese sind:
- Den Deckungsgrad: wie viel Reserven hat die Pensionskasse?
- Zinsgutschriften in Prozent: wie viel Ertrag erwirtschaftet die Pensionskasse?
- Umwandlungssatz: wie grosszügig fällt die Rente für Pensionierte aus?
- Technischer Zins: wie vorsichtig kalkuliert deine Pensionskasse?
- Das Verhältnis von Pensionierten zu aktiv Versicherten
Jede dieser Kennzahlen erzählt dir eine Geschichte über die Qualität deiner Pensionskasse 🔍.
Warum diese Faktoren entscheidend sind
Diese fünf Indikatoren sind keine akademischen Grössen. Sie bestimmen direkt darüber, ob sich dein Einkauf lohnt oder nicht. Eine Pensionskasse mit schwachen Kennzahlen kann dir grosse Probleme bereiten. Sie kann gezwungen sein, sich zu sanieren. Dann könnten etwa deine Zinsgutschriften auf den Einkauf gekürzt werden oder ein späterer Bezug des Einkaufs ausgesetzt werden. Deshalb ist es entscheidend, diese Kennzahlen vor deinem Einkauf genau zu prüfen. Deine Checkliste Pensionskassen-Einkauf wäre ohne diese Analyse unvollständig 💪.
Detaillierter Ratgeber verfügbar
Diese fünf Kennzahlen verdienen eine ausführliche Erklärung – mit konkreten Richtwerten, Interpretationshilfen und Beispielen. Deshalb habe ich dazu einen separaten Leitfaden erstellt. Darin zeige ich dir, wie du jede Kennzahl richtig liest und was rote Flaggen sind 🚩.

Welche Risiken und Besonderheiten gibt es?
Ein Pensionskassen-Einkauf ist keine risikolose Investition. Es gibt mehrere Szenarien, bei denen sich dein Einkauf nicht wie geplant rechnet. Diese Risiken solltest du kennen, bevor du dich entscheidest.
Unterdeckung deiner Pensionskasse
Das Szenario kann passieren: Deine Pensionskasse hat nicht genug Vermögen, um all ihre zukünftigen Rentenverpflichtungen zu decken. Das nennt sich Unterdeckung. Wenn deine Kasse untergedeckt ist, muss sie sich sanieren, also wieder ins Lot kommen.
Dazu kann sie mehrere Wege gehen. Eines dieser Szenarien betrifft dich direkt: Die Pensionskasse kann den Kapitalbezug einschränken. Gesetzlich muss sie dir zwar einen Kapitalbezug ermöglichen – aber dieser bezieht sich nur auf 25 Prozent des BVG-Guthabens (des obligatorischen Teils). Dein freiwilliger Einkauf liegt aber auf dem überobligatorischen Teil. Das bedeutet: Wenn deine Kasse in Unterdeckung ist, kann es sein, dass dein eingezahltes Geld ungeplant nur noch als Rente zu dir kommt – nicht als Kapital, wie du vielleicht geplant hattest. Das ist ein entscheidender Punkt auf deiner Checkliste Pensionskassen-Einkauf. Zahle darum nur ein, wenn der Deckungsgrad deiner Pensionskasse über 100 Prozent liegt. Punkt ✅.
Risiken im Todesfall vor der Pensionierung
Hier kommt ein unbequemes Thema, aber es ist wichtig. Was geschieht mit deinem Einkauf, wenn du vor deiner Pensionierung stirbst? Bei vielen Pensionskassen ist die Antwort unbefriedigend, besonders für Unverheiratete.
Bei vielen Kassen verfällt der Einkaufsbetrag zugunsten der Pensionskasse. Deine Erben bekommen nichts davon. Deine bessere Hälfte oder deine Kinder (bis 25 Jahre) bekommen immerhin eine Rente für Hinterbliebene. Aber schau genau hin: Wird diese Rente auf Basis deines versicherten Lohns berechnet oder wird dein freiwilliger Einkauf einbezogen? In vielen Fällen ist dies eben nicht der Fall. Dein Einkauf erhöht dann weder deine Rente noch die Leistungen für deine Liebsten. Das ist hart, aber es ist die Realität 😞.
Kläre deshalb unbedingt mit deiner Pensionskasse, was mit deinem eingezahlten Betrag im Todesfall geschieht. Diesen Punkt übersehen viele.
Sperrfrist und Frühpensionierung
Es gibt auch eine Besonderheit bei Frühpensionierungen. Wenn du dein Einkaufspotential für die ordentliche Pensionierung bereits ausgeschöpft hast, dann sind zusätzliche Einkäufe möglich, um deine Frühpensionierung zu finanzieren 🎯. Das klingt flexibel. Aber Achtung: Deine Pensionierung muss dann genau im geplanten Alter erfolgen. Andernfalls riskierst du Leistungskürzungen. Kläre die Details und Möglichkeiten eines Einkaufs für Frühpensionierung direkt mit deiner Pensionskasse ab.
Arbeitgeberwechsel und Sperrfrist
Die Dreijahresfrist, die du bereits kennst, gilt übrigens auch bei einem Transfer deines Altersguthabens auf ein Freizügigkeitskonto – etwa wenn du die Arbeit wechselst. Das ist wichtig: Wenn du dich einkaufst und dann deinen Job wechselst, musst du nach wie vor die volle Dreijahresfrist einhalten, bevor du Kapital beziehen darfst. Andernfalls verlierst du den Steuervorteil. Wäre schade.
Das bedeutet auch: Wenn du weisst, dass du in den nächsten Jahren den Arbeitgeber wechseln wirst oder eine Karrierepause planst, solltest du das bei deiner Entscheidung berücksichtigen. Ein Einkauf kann sich in solchen Fällen als wenig sinnvoll herausstellen.
Auswirkungen auf Risikoleistungen prüfen
Ein letzter Punkt, der oft übersehen wird: Hat dein Einkauf Auswirkungen auf deine Risikoleistungen – also auf deine Versicherung gegen Invalidität und Todesfall? Das ist je nach Pensionskasse unterschiedlich. Manche Kassen erhöhen deine Risikoleistungen automatisch mit einem Einkauf, andere nicht. Kläre das vor deinem Einkauf mit deiner Pensionskasse.
Bei deiner Checkliste Pensionskassen-Einkauf solltest du also nicht nur die finanziellen Zahlen prüfen, sondern auch diese Besonderheiten aus dem Reglement ernst nehmen. Sie können den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Einkauf ausmachen.

Was musst du bei deiner persönlichen Situation beachten?
Ein Pensionskassen-Einkauf ist nicht für jeden das Gleiche. Deine persönliche Situation ist entscheidend, etwa ob du verheiratet bist, eine Frühpensionierung planst, oder gerade geschieden wurdest. Diese Faktoren beeinflussen, ob ein Einkauf für dich sinnvoll ist oder nicht 👥.
Bist du verheiratet? Dann prüfe beide Pensionskassen
Wenn du einen Ehepartner hast, der auch eine Pensionskasse hat, solltest du einen Vergleich anstellen. Prüfe und vergleiche beide Pensionskassen miteinander 📊. Denn sowohl die finanzielle Situation der Kasse als auch die Leistungen aus einem Einkauf unterscheiden sich meistens deutlich.
Solange ihr gemeinsam veranlagt werden – und das ist in der Regel der Fall – ist es bei den Steuern schliesslich egal, wo der Einkauf erfolgt. Hauptsache, ihr könnt ihn als Abzug geltend machen. Aber bei den anderen Faktoren kann es grosse Unterschiede geben. Vielleicht hat die Pensionskasse deines Partners einen besseren Deckungsgrad oder höhere Zinsgutschriften. Dann könnte es sinnvoller sein, dort einzukaufen statt bei dir.
Das ist also besonders wichtig auf deiner Checkliste Pensionskassen-Einkauf: Wenn zwei Pensionskassen im Spiel sind, vergleiche sie systematisch. Die bessere Kasse sollte der Einkaufsort sein 💪.
Bist du älter oder jünger als dein Partner? Das ist relevant
Hier kommt ein Detail, das viele nicht auf dem Radar haben. Pensionskassen richten auch Leistungen an Hinterbliebene aus – also an deine Familie, falls du vor deinem Partner stirbst. Wenn du eine jüngere Partnerin hast, bezieht sie nach deinem Tod noch bis an ihr Lebensende eine Rente. Je nach Reglement der Kasse wird diese Rente durch deinen Einkauf erhöht.
Ist dein Partner aber älter als du, ist es interessanter, sich in dessen Kasse einzukaufen. So nutzt du den Altersunterschied für eine längere Leistungsdauer aus 📈. Das ist ein subtiler, aber wichtiger Punkt. Er zeigt, wie individuell die Entscheidung sein muss.
Planst du eine Scheidung oder hast du sich gerade getrennt?
Nach einer Scheidung ändert sich die Vorsorgesituation grundlegend. Ein Versorgungsausgleich führt dazu, dass dein Altersguthaben zwischen dir und deinem früheren Partner aufgeteilt wird. Das kann bei dir eine Vorsorgelücke erzeugen. Genau dafür sind Wiedereinkäufe nach einer Scheidung vorgesehen.
Wenn du nach einer Scheidung einen Einkauf tätigst, um diese Lücke zu schliessen, gilt die Dreijahresfrist nicht. Du darfst das Kapital früher beziehen – ohne den Steuervorteil zu verlieren.. Wenn du gerade geschieden wurdest, sollte ein Einkauf also auf deiner Checkliste Pensionskassen-Einkauf ganz oben stehen.
Planst du eine Frühpensionierung?
Frühpensionierungen sind ein Sonderfall. Wenn du vor dem Referenzalter früher in den Ruhestand gehen willst, kann ein Einkauf unter bestimmten Bedingungen interessant sein🎯. Dann sind zusätzliche Einkäufe möglich, um deine Frühpensionierung zu finanzieren, sofern du dein Einkaufspotential für die ordentliche Pensionierung schon ausgeschöpft hast. Das ist flexibel – aber es kommt mit einer wichtigen Bedingung: Deine Pensionierung muss dann im geplanten Alter erfolgen. Wenn sich deine Pläne später ändern und du doch länger arbeiten möchtest, riskierst du Leistungskürzungen. Das ist ein komplexes Thema, deshalb solltest du hier unbedingt mit deiner Pensionskasse sprechen, bevor du einen Franken einzahlst.
Hast du finanzielle Spielräume oder brauchst du das Geld?
Ein letzter Punkt, der oft übersehen wird: Ein Einkauf bindet dein Geld für Jahre. Die Dreijahresfrist bedeutet, dass du nicht kurzfristig auf dein eingezahltes Geld zugreifen kannst – zumindest nicht, ohne Konsequenzen. Wenn du in den nächsten drei Jahren nach dem Einkauf Geld für eine grössere Anschaffung brauchst – etwa für deine Liegenschaft oder Unterstützungsleistungen – solltest du das berücksichtigen 🏠.
Überlege also: Kannst du diesen Betrag wirklich entbehren? Oder brauchst du die Flexibilität? Das ist nicht glamourös, aber praktisch. Und ein wichtiger Punkt auf deiner Checkliste Pensionskassen-Einkauf.

Zusammenfassung: Checkliste Pensionskassen-Einkauf
Den Einkauf in deine Pensionskasse musst du in jedem Fall individuell prüfen. Es gibt keine pauschale Antwort, zu unterschiedlich sind die persönlichen Situationen und die Qualität der Pensionskassen. Mit dieser Checkliste Pensionskassen-Einkauf behältst du aber die wichtigsten Punkte im Überblick.
Meine Botschaft ist einfach: Nimm dir Zeit für die Analyse. Kläre zunächst die grundlegenden Voraussetzungen. Hast du überhaupt ein Einkaufspotential und passt die Dreijahresfrist zu deinen Plänen? Dann hole eine Einkaufsberechnung von deiner Pensionskasse ein. So siehst du, wie sich deine Rente wirklich verändert. Prüfe die finanzielle Gesundheit deiner Pensionskasse mit den fünf Kennzahlen. Analysiere, wie du die Steuerersparnisse optimal nutzen kannst. Und reflektiere deine persönliche Situation. Gibt es da besondere Faktoren, die für oder gegen einen Einkauf sprechen?
Die gute Nachricht: Mit dieser systematischen Checkliste Pensionskassen-Einkauf schaffst du Klarheit. Du triffst dann eine smarte Entscheidung, die zu deinen Zielen passt. Nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis von Fakten.

Mach den ersten Schritt zur finanziellen Unabhängigkeit
In einer Minute siehst du deine Vermögensentwicklung und dein Einkommen während der Rente.
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Last update: 07.01.2026 18:29

