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Wann bekomme ich die 13. AHV-Rente? Alle Infos

Wann bekomme ich die 13. Ahv-rente?
Lesedauer 7 Minuten

Wann bekomme ich die 13. AHV-Rente? Die erste Zahlung kommt im Dezember 2026 automatisch auf dein Konto, sofern du dann eine Altersrente beziehst. Finde heraus, wie hoch sie ausfällt, wie sie berechnet wird und was bei Ehepaaren, Vorbezug und Steuern gilt.

Wann wird die 13. AHV-Rente erstmals ausbezahlt?

Die erste 13. AHV-Rente erhältst du im Dezember 2026. Die Stimmbevölkerung hat die Initiative dafür am 3. März 2024 angenommen; nun wird sie erstmals Realität. 📅

Die Zahlung kommt als Zuschlag zu deiner Dezemberrente. Du musst nichts beantragen und kein Formular ausfüllen. Hast du im Dezember Anspruch auf eine Altersrente, überweist die Ausgleichskasse den Betrag automatisch. Die Details stehen im Merkblatt der Ausgleichskassen.

Von nun an gilt das jedes Jahr. Die 13. Rente funktioniert wie das Weihnachtsgeld, das viele Angestellte kennen, und sie trifft genau dann ein, wenn Jahresrechnungen und Geschenke anstehen.

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Wer hat Anspruch auf die 13. AHV-Rente?

Anspruch hat, wer im Dezember eine Altersrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) bezieht. Ob du angestellt oder selbstständig warst, spielt keine Rolle. Die Voraussetzungen entsprechen jenen für die reguläre AHV-Rente.

Wer eine andere Rente bezieht, geht leer aus. Hinterlassenenrenten, Invalidenrenten, Kinderrenten und Zusatzrenten werden weiterhin nur zwölfmal pro Jahr ausbezahlt.

Sandra aus Bern bezieht seit dem 1. Mai 2026 ihre AHV-Rente. Sie muss nichts tun; die 13. Rente landet im Dezember von selbst auf ihrem Konto.

Wie hoch ist die 13. AHV-Rente?

Die 13. AHV-Rente entspricht einem Zwölftel der Altersrenten, die dir in einem Kalenderjahr ausbezahlt werden. Wer das ganze Jahr eine Rente bezieht, erhält also genau eine zusätzliche Monatsrente. Der Betrag wird auf ganze Franken gerundet.

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) rechnet im Durchschnitt mit rund 1’580 Franken. Die Prognose stützt sich auf die Zahlen von 2025, als rund 2.6 Millionen Personen eine Altersrente bezogen. Knapp 40 Prozent erhielten damals zwischen 1’500 und 2’000 Franken pro Monat; die Spanne reicht von wenigen hundert Franken bis zur Maximalrente. 💶

Aktuelle Zahlen zur Höhe der Altersrenten der AHV (Stand: Oktober 2026)

  • Die maximale AHV-Einzelrente beträgt 2’520 Franken pro Monat.
  • Die durchschnittliche Altersrente liegt bei 1’969 Franken (für Bezüger:innen mit Wohnsitz in der Schweiz).
  • Die durchschnittliche Altersrente liegt bei 702 Franken (für Bezüger:innen mit Wohnsitz im Ausland).
  • Die durchschnittliche 13. AHV-Rente beträgt laut BSV-Prognose rund 1’580 Franken.
  • Ehepaare erhalten zusammen höchstens 3’780 Franken pro Monat.

Alle Kennzahlen im Überblick findest du im Fachartikel «Maximale AHV-Rente 2026 bleibt unverändert».

Zurück zu Sandra. Ihre Altersrente beträgt 1’900 Franken pro Monat. Bis Dezember 2026 erhält sie acht Monatsrenten, zusammen 15’200 Franken. Ein Zwölftel davon ergibt eine 13. Rente von 1’267 Franken statt der vollen 1’900 Franken. Bleibt ihre Rente gleich, bekommt sie ab 2027 die volle zusätzliche Monatsrente.

Auch der Zuschlag für Verwitwete gehört zur Altersrente und erhöht daher die 13. Rente. Weil sich deine Rente im Lauf des Jahres ändern kann, etwa durch Heirat, Vorbezug oder Aufschub, berechnet die Ausgleichskasse den Betrag erst bei der Dezemberzahlung. Sie addiert dafür alle Monatsrenten von Januar bis Dezember und zahlt das Ergebnis zusammen mit der Dezemberrente aus.

Wie hoch ist die 13. AHV-Rente bei Ehepaaren?

Ehepaare erhalten zusammen höchstens 150 Prozent der Maximalrente, aktuell also 3’780 Franken pro Monat. Der Deckel wirkt auch auf die 13. Rente, denn sie ist ein Zwölftel der tatsächlich ausbezahlten Renten. Er greift erst, wenn die beiden Renten zusammen mehr als 3’780 Franken ergeben. Dann werden beide Einzelrenten proportional gekürzt, jede im Verhältnis zu ihrer Höhe. Dafür gilt ein gemeinsamer Kürzungsfaktor. Er ergibt sich aus dem Deckel von 3’780 Franken, geteilt durch die Summe der beiden ungekürzten Renten.

Pascal aus Luzern bezieht seit Jahren die Maximalrente von 2’520 Franken. Seine Frau Nicole hat Beitragslücken und geht am 1. Juli 2026 mit einer Rente von 2’016 Franken in Pension. Zusammen ergibt das 4’536 Franken, also 756 Franken mehr als erlaubt.

Der Kürzungsfaktor beträgt hier 3’780 geteilt durch 4’536, also rund 83 Prozent. Pascal erhält ab Juli noch 2’100 Franken, Nicole 1’680 Franken. Haben beide die Maximalrente, liegt der Faktor bei 75 Prozent, und jede Rente sinkt auf 1’890 Franken.

Pascals 13. Rente beträgt 2’310 Franken. Das ergibt sich aus sechs Monaten zu 2’520 und sechs Monaten zu 2’100 Franken, geteilt durch zwölf. Nicole erhält 840 Franken; das ist ein Zwölftel von sechs Monatsrenten zu 1’680 Franken. Zusammen sind das 3’150 Franken.

Wie wirken sich Vorbezug und Aufschub auf die 13. AHV-Rente aus?

Die 13. Rente folgt deiner Monatsrente. Beziehst du die Rente vor dem Referenzalter, wird sie gekürzt, und die 13. Rente schrumpft im gleichen Verhältnis. Wie stark, hängt von der Dauer des Vorbezugs ab; deine Ausgleichskasse nennt dir den genauen Satz.

Schiebst du den Bezug auf, steigen Monatsrente und 13. Rente. Bei 36 Monaten Aufschub beträgt der Zuschlag aktuell 17.1 Prozent. Aus der Maximalrente von 2’520 Franken werden dann 2’951 Franken, und genauso hoch fällt die 13. Rente aus. Solange du aufschiebst, erhältst du allerdings weder Rente noch 13. Rente.

Diese Sätze bleiben nicht für immer gleich. Mit der Reform AHV 21 werden die Zuschläge an die Lebenserwartung angepasst, frühestens für 2027, und sie sollen laut BSV tiefer ausfallen. Die neuen Sätze legt der Bundesrat erst kurz vor der Einführung fest; Stand Oktober 2026 sind sie noch nicht bekannt.

👉 Frage vor einem Aufschub bei deiner Ausgleichskasse nach den Sätzen, die für dich gelten.

Wird die 13. AHV-Rente besteuert?

Ja. Die 13. Rente ist Teil der Altersrente und wird wie diese als Einkommen besteuert. Sie erhöht dein steuerbares Einkommen im Jahr der Auszahlung. Wie viel netto bleibt, hängt von deinem Grenzsteuersatz ab, und der unterscheidet sich je nach Kanton und Einkommen. 🧾

Angenommen, Pascals Grenzsteuersatz liegt bei 20 Prozent. Dann bleiben von seinen 2’310 Franken noch 1’848 Franken übrig.

👉 Lege einen Teil der Dezemberzahlung für die nächste Steuerrechnung zur Seite, damit sie dich nicht überrascht.

Was passiert mit der 13. AHV-Rente, wenn ich vor Dezember sterbe?

Die 13. Rente wird nur ausbezahlt, wenn im Dezember ein Rentenanspruch besteht. Stirbst du zwischen Januar und November, gibt es für dieses Jahr keine 13. Rente. Auch deine Erben erhalten sie nicht nachträglich; das Geld bleibt in der AHV.

Das entspricht dem Zweck der Zahlung. Sie soll die finanzielle Lage der Altersrentenbeziehenden verbessern, nicht jene der Erben.

Wie wird die 13. AHV-Rente finanziert?

Die 13. Rente kostet die AHV über 4 Milliarden Franken pro Jahr, ab 2035 sogar über 5 Milliarden. Das Parlament hat deshalb eine höhere Mehrwertsteuer (MWST) beschlossen. Den Beschluss samt Zahlen findest du beim Bundesrat und im Parlament.

Der MWST-Normalsatz soll ab 2028 um 0.4 Prozentpunkte von 8.1 auf 8.5 Prozent steigen. Der Sondersatz für die Hotellerie steigt von 3.8 auf 4.0 Prozent. Der reduzierte Satz für Lebensmittel, Medikamente und Bücher bleibt bei 2.6 Prozent. Höhere Lohnbeiträge hat der Nationalrat mit 98 zu 96 Stimmen abgelehnt.

Weil dafür die Verfassung geändert wird, entscheiden Volk und Stände. Die Abstimmung findet am 29. November 2026 statt, also kurz vor der ersten Auszahlung. Bundesrat und Parlament empfehlen ein Ja.

Die MWST bringt der AHV rund 1.5 Milliarden Franken pro Jahr. Das deckt nur einen Teil der Kosten; für 2035 bleibt ein Defizit von rund 3 Milliarden Franken. Für die Auszahlung im Dezember 2026 ändert die Abstimmung nichts, denn die 13. Rente ist bereits beschlossen und die Steuererhöhung greift erst ab 2028.

Wann bekomme ich die 13. Ahv-rente

Wann bekomme ich die 13. AHV-Rente, wenn ich kurz vor der Pensionierung stehe?

Du erhältst die 13. Rente, sobald du im Dezember eine Altersrente beziehst. Eine Wartefrist gibt es nicht. Wer 2026 in Pension geht, bekommt sie im ersten Jahr anteilig, so wie Sandra, und ab dem Folgejahr voll.

Entscheidend ist der Rentenbeginn. Startet deine Rente erst im Januar 2027, hast du im Dezember 2026 noch keinen Anspruch. Deine erste 13. Rente erhältst du dann im Dezember 2027, gleich in voller Höhe. Ab wann du in Rente gehen kannst, erklärt der Fachartikel «Wann kann ich in Pension gehen in der Schweiz?». Für Frauen gilt beim Referenzalter eine Übergangsregelung. Mehr dazu findest du im Fachartikel «AHV-Reform 2021: Das richtet die AHV 21 für Frauen und Männer an».

Wie plane ich die 13. AHV-Rente in meine Altersvorsorge ein?

Bis zur Pensionierung vergehen bei dir noch einige Jahre. Die 13. Rente ist beschlossen, doch ihre Finanzierung ist nur teilweise gesichert. Der Bundesrat hat deshalb im Mai 2026 die Reform AHV 2030 in die Vernehmlassung geschickt. Er will das Referenzalter nicht erhöhen, dafür die Weiterarbeit nach dem Referenzalter fördern und die Altersgrenze von 70 Jahren für den Rentenaufschub aufheben.

Warum die AHV unter Druck steht, zeigt der Fachartikel «Der demografische Kipp-Punkt Schweiz: Was er für deine Vorsorge bedeutet».

Rechnerisch ist die 13. Rente simpel. Bei einer Monatsrente von 2’000 Franken sind das 26’000 statt 24’000 Franken pro Jahr.

👉 Plane mit der 13. Rente als Zuschlag und nicht als Fundament. Dein Budget soll auch ohne sie aufgehen.

Zusammenfassung: Wann bekomme ich die 13. AHV-Rente? Alle Infos

Die 13. AHV-Rente wird erstmals im Dezember 2026 ausbezahlt, automatisch und als Zuschlag zur Dezemberrente. Anspruch hat, wer im Dezember eine Altersrente bezieht. Die Höhe beträgt ein Zwölftel der im Jahr ausbezahlten Altersrenten; im Schnitt sind es rund 1’580 Franken.

Neu Pensionierte erhalten sie im ersten Jahr nur anteilig. Bei Ehepaaren drückt der Deckel von 150 Prozent die Beträge, ein Aufschub erhöht sie, und besteuert wird sie wie die übrige Rente. Stirbst du vor Dezember, entfällt sie.

Finanziert wird sie ab 2028 teilweise über eine höhere Mehrwertsteuer.

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FAQs zum Thema «Wann bekomme ich die 13. AHV-Rente?»

Ab wann wird die zusätzliche AHV-Rente ausgezahlt?

Erstmals im Dezember 2026, als Zuschlag zur Dezemberrente. Du musst nichts beantragen, wenn du im Dezember eine Altersrente beziehst.

Wer profitiert von der 13. AHV-Rente?

Alle, die im Dezember eine AHV-Altersrente beziehen, egal ob sie angestellt oder selbstständig waren. Hinterlassenen-, Invaliden-, Kinder- und Zusatzrenten werden weiterhin zwölfmal ausbezahlt.

Wie hoch ist die 13. AHV-Rente im Durchschnitt?

Das BSV rechnet mit rund 1’580 Franken. Die Spanne reicht von wenigen hundert Franken bis zur Maximalrente.

Bekomme ich die 13. AHV-Rente voll, wenn ich 2026 in Pension gehe?

Nein, im ersten Jahr erhältst du sie nur anteilig, nämlich ein Zwölftel der Renten, die du 2026 beziehst. Ab dem Folgejahr bekommst du sie voll.

Wird die 13. AHV-Rente besteuert?

Ja, sie zählt wie die übrige Altersrente zum steuerbaren Einkommen.

Was bedeutet die 13. AHV-Rente für mich als Arbeitnehmer?

Im Ruhestand erhältst du 13 statt 12 Monatsrenten pro Jahr. Sagt das Volk Ja, steigt ab 2028 die Mehrwertsteuer; über weitere Schritte entscheidet die Reform AHV 2030.

Last update: 05.10.2026 21:19

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Ich bin Finanzcoach und Gründer von Smolio, der unabhängigen Plattform für Vorsorge- und Finanzthemen in der Schweiz. Hier zeige ich dir, wie das Schweizer 3-Säulen-System, die Säule 3a und deine Pensionskasse für dich konkret funktionieren, ohne dass ich dir dabei Finanzprodukte verkaufe.Meine Erfahrung stammt nicht nur aus der Theorie. Als Stiftungsrat und Vizepräsident der Anlagekommission bei comPlan, der Pensionskasse der Swisscom, sitze ich seit Jahren mittendrin in den Entscheidungen, die deine zweite Säule betreffen. Nebenbei doziere ich an der FHGR und an der HSLU/IFZ und habe zwei Bücher geschrieben, «Mehr Geld zum Leben» mit dem FISS-Budgetmodell sowie «Retire Early, The Simple Guide» zur finanziellen Unabhängigkeit.Seit über 30 Jahren bin ich selbst Privatanleger, mittlerweile in fast allen Anlageklassen und über zwei Vorsorgesysteme hinweg. Genau dieses Erfahrungswissen, kombiniert mit meiner Arbeit bei comPlan und meinem Doktortitel in Wirtschaftsinformatik, ist die Basis von allem, was du auf Smolio liest.Dabei ist mir eine klare Rolle wichtig. Ich bin Finanzcoach mit viel Praxiswissen und kein zertifizierter oder regulierter Berater. Du liest meine Meinung und meine fundierten Erfahrungen, triffst aber alle Entscheidungen in eigener Verantwortung.

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